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Aktuelles


DVEV Ratgeber Erbrecht - unsere monatlichen Presseartikel

8.12.2016: Gesetzliches Erbrecht - Kindeswohl und Familienfrieden haben Vorrang vor Feststellung der tatsächlichen Vaterschaft


Hat ein Erblasser zu Lebzeiten keine Veranlassung gesehen seine Abstammung vom Ehemann seiner Mutter in Zweifel zu ziehen, haben Cousinen und Cousins, die zu den Erben der 3. Ordnung zählen, keine Möglichkeit die Vaterschaft durch DNA-Analyse überprüfen zu lassen, so das OLG Düsseldorf in seiner Entscheidung vom 27.10.2016, die die DVEV verkürzt wiedergibt.
(OLG Düsseldorf, Beschluss vom 27.10.2016, I–3 Wx 294/15, BeckRS 2016, 19750)



11.11.2016: Ehegattentestament - Wann kann der Schlusserbe eine Schenkung des überlebenden Erblassers heraus verlangen?


Ein Erbe kann eine Schenkung, die den Nachlass aus einem gemeinschaftlichen Testament für ihn als Schlusserben schmälert, nur dann vom Beschenkten nach § 2287 Abs. 1 BGB heraus verlangen, wenn der Erblasser die Absicht hatte, den Erben zu beeinträchtigen. Eine solche Absicht liegt bei einem lebzeitigen Eigeninteresses des Erblassers nicht vor, so der BGH in seinem Urteil vom 28.9.2016.
(BGH Urteil vom 28.9.2016, IV ZR 513/15, BeckRS 2016, 17632)



24.10.2016: Auch Verfügungen über einzelne Nachlassgegenstände können eine Erbeinsetzung sein


Hat ein Erblasser Verfügungen getroffen, die den gesamten Nachlass erschöpfen und dabei die Bezeichnung „erben“ nicht im rechtlich zutreffendem Sinne verwendet, dann können diese Verfügungen als Erbeinsetzung ausgelegt werden.
(OLG München, Beschluss vom 9.8.2016 – 31 Wx 286/15, BeckRS 2016, 14496)


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