Muss der Miterbe bis zur Teilung des Nachlasses Nachlassgläubiger unter Umständen aus seinem Privatvermögen befriedigen?

Bis zur Teilung des Nachlasses kann jeder Miterbe einen Nachlassgläubiger auf den Nachlass verweisen. Der Miterbe hat ein Verweigerungsrecht, was sein Privatvermögen betrifft. Vgl. § 2059 Abs. 1 Satz 1 BGB. Damit besteht für den Miterben keine Verpflichtung, eine Nachlassschuld aus seinem Privatvermögen zu befriedigen. Wenn allerdings der Miterbe unbeschränkt haftet, kann ein Nachlassgläubiger auf das Privatvermögen des Miterben zugreifen, allerdings begrenzt auf die Höhe der Erbquote des Miterben. Vgl. § 2059 Abs. 1 Satz 2 BGB. Unbeschränkt haftet der Miterbe insbesondere dann, wenn eine gesetzte Inventarfrist fruchtlos verstrichen (§ 1994 Abs. 1 Satz 2 BGB) oder absichtlich ein unrichtiges Inventar errichtet worden ist (§ 2005 Abs. 1 Satz 1 BGB).


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